Account-based Marketing: Weniger Streuverluste, mehr Umsatz
Marketingverantwortliche in mittelständischen Unternehmen kennen die Situation: Die Geschäftsführung erwartet mehr Leads, mehr Umsatz und gleichzeitig werden die Mittel gekürzt. Laut der bvik-Studie „B2B-Marketing-Budgets 2025" sind die Marketingetats in der deutschen Industrie erstmals seit fünf Jahren wieder deutlich gesunken, im Schnitt um 3,1 Prozent. Wer in dieser Lage weiter auf breite Kampagnen setzt, riskiert nicht nur Budgetverschwendung, sondern auch den Vertrauensverlust gegenüber der Unternehmensleitung.
Breitenmarketing funktioniert nach einer einfachen Logik: Je mehr Unternehmen man anspricht, desto mehr Leads kommen zurück. Diese Logik hat einen entscheidenden Haken. Zu jedem Zeitpunkt sind nur rund 5 Prozent der B2B-Accounts aktiv auf der Suche nach einer Lösung. Die restlichen 95 Prozent nehmen Kampagnen zwar möglicherweise wahr, sind aber schlicht nicht kaufbereit. Das bedeutet: Der Großteil des Marketingbudgets trifft auf Unternehmen, die gerade gar nicht reagieren können, egal wie gut die Botschaft formuliert ist.
Für Teams, die ohnehin schon mit knappen Ressourcen arbeiten und jeden Euro rechtfertigen müssen, ist das keine tragfähige Strategie. Wer nicht weiß, wen er wirklich erreichen will, kann kein Budget der Welt effizient einsetzen.
Warum Account-based Marketing jetzt das richtige Instrument ist
Account-based Marketing, kurz ABM, dreht diese klassische Kampagnenlogik um. Statt möglichst viele Unternehmen anzusprechen und dann zu filtern, wer davon relevant ist, beginnt ABM mit der Frage: Welche Unternehmen sind für uns wirklich interessant? Diese Zielaccounts werden vorab definiert, anhand von Kriterien wie Unternehmensgröße, Branche, Technologieumgebung oder strategischer Passung.
Erst dann beginnt die Kommunikation – und zwar gezielt auf genau diese Accounts ausgerichtet, mit Inhalten, die deren spezifische Situation und Herausforderungen adressieren. Marketing und Vertrieb arbeiten dabei auf dieselben Accounts hin, mit denselben Informationen, zur selben Zeit. Streuverluste entstehen strukturell gar nicht erst.
ABM ist dabei kein Nischenansatz. 97 Prozent der Marketer, die ABM einsetzen, bestätigen einen höheren ROI im Vergleich zu anderen Marketingstrategien. Und wer sich fragt, wie lange es dauert, bis sich das bemerkbar macht: 87 Prozent der ABM-Anwender erzielen einen positiven Return on Investment innerhalb von sechs Monaten. Das sind Ergebnisse aus einer Praxis, in der Marketingteams aufgehört haben, auf Reichweite zu optimieren, und stattdessen auf Relevanz setzen.
KI macht ABM auch ohne großes Team umsetzbar
Ein häufiges Gegenargument: ABM ist aufwendig. Das war früher berechtigt – und hält sich als Mythos bis heute hartnäckig. Was wirklich dahintersteckt und warum ABM längst kein Enterprise-Privileg mehr ist, zeigen wir in diesem Beitrag. Wer jeden Zielaccount manuell recherchieren, individuell bespielen und über mehrere Kanäle koordinieren musste, brauchte dafür erhebliche Ressourcen. Heute verändert KI dieses Bild grundlegend.
84 Prozent der Marketer nutzen KI bereits, um Hyperpersonalisierung in ABM-Kampagnen zu ermöglichen. Das bedeutet in der Praxis: KI analysiert, welche Accounts das höchste Potenzial haben, welche Inhalte bei welchen Entscheidern wirken und wann der richtige Zeitpunkt für eine Ansprache ist. Was früher Wochen dauerte, passiert heute in einem Bruchteil der Zeit. Wie das konkret für mittelständische Unternehmen funktioniert, lesen Sie hier. Für Marketingteams, die keine zehnköpfige Abteilung hinter sich haben, ist das ein entscheidender Unterschied.
Was das konkret bedeutet
Ein Marketingverantwortlicher, der heute mit begrenztem Budget arbeitet und gleichzeitig Umsatzdruck spürt, steht vor einer klaren Entscheidung: Weiter auf Masse setzen und hoffen, dass die richtigen Unternehmen dabei sind. Oder den Fokus verschieben und nur noch die Accounts ansprechen, bei denen ein Abschluss realistisch ist.
ABM ist keine Wunderwaffe. Es ist eine Methode, die Disziplin erfordert: bei der Definition der Zielaccounts, bei der Abstimmung zwischen Marketing und Vertrieb, bei der Auswahl der richtigen Kanäle. Aber genau diese Disziplin ist es, die in einem Marktumfeld mit sinkenden Budgets und steigenden Erwartungen den Unterschied macht.
Evernine unterstützt mittelständische Unternehmen dabei, ABM-Kampagnen aufzusetzen, die auf ihre konkreten Wachstumsziele einzahlen. Von der ICP-Definition über die KI-gestützte Account-Analyse bis zur vollständigen Kampagnenumsetzung über LinkedIn, Google, Native Advertising und weitere Kanäle. DSGVO-konform, kostentransparent und messbar.
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